"Gute Nachrichten & Audiodeskription"

Die wunderbarste Nachricht des Tages, dass die Thailändische Fußballmannschaft endlich gerettet ist! Wochenlang hab ich gefiebert und gehofft, dass sie es aus ihrem Höhlen-Gefängnis schaffen.
Nicht auszudenken, wie wohl erst Eltern, Verwandte, Bekannte und Freunde um ihre Angehörigen gezittert haben müssen?
Ein dreifaches Hoch auf alle, die diese Rettungsaktion möglich gemacht und dieses qualvolle Höhlendrama zu einem guten Ende gebracht haben!
Man darf nicht den Taucher vergessen, der bei den Vorbereitungen - der riskanten Befreiungsaktion - sein Leben verlor.


Mit Vater zusammen verfolgte ich, das Fußball-Weltmeisterschafts-Halbfinale zwischen Frankreich und Belgien.
Das Beste daran, waren aber nicht die gezeigten Leistungen auf dem grünen Rasen. Die wir als okay einstuften.
Auch nicht unser übliches lustiges Geplänkel.

Zumindest nicht bis zur 47. Minute.

Da kam Papa auf die grandiose Idee, auf Audiodeskription (eine art Radiokommentar, die blinden und sehbehinderten Menschen ermöglichen soll, diese Events, ob Sportveranstaltungen, Shows oder Filme weitaus besser wahrnehmen zu können) umzustellen.
Die ARD & ZDF als zusätzliche Option anbieten.

Direkt gewann die Halbfinal-Begegnung - durch diese grandiosen Spielbeobachtungen des Kommentatoren-Duos -an Brisanz.
Punktgenau und detailirrt beschrieben, die Berichterstatter, was wir auf der Mattscheibe sahen.
Fernsehbild und Audiodeskription zumindest beim Fußball einfach göttlich.

Haargenau wurden nicht nur die Darbietungen der 22 Akteure auf dem Feld, sondern auch genial Mimik und Gestik, geschildert.
Wir hatten durchaus unseren Spaß an solch emotionalen Kommentaren wie: "Loris hält den Knochenbrecher-Schuss".
Wie ein Franzose unabsichtlich von einem Belgischen Auswahlspieler mit dem Ball angeschossen wurde, hieß es, nach ausführlicher Zeitlupenstudie: "Da schwabbelte das ganze Kinn".
Besonders treffend formuliert, wie der Nationaltrainer Frankreichs, Didier Deschamps, über das 1:0 jubelte: "Da reißt er die Arme hoch wie ein Boxer". - Einfach Herrlich.

Selbst das Spiel, von dem wir uns im Vorfeld noch deutlich mehr versprochen hatten, gewann durch die gute Chemie zwischen den Kommentatoren, sofort an Farbe.

Es war eine nette Abwechslung zum Bekannten!

Was diese Audiodeskription-Kommentatoren verbal leisten ist unglaublich kreativ. Eine ganz eigene Form von Sprachdynamik und Wort-Akrobatik

Vater und ich können, uns auch in Zukunft vorstellen, besonders wenn eine Partie nicht unseren Vorstellungen entspricht, immer mal wieder in dieses Spektakel: "Audiodeskription" hineinzuhören.


Jedoch sind wir heilfroh, dass wir nicht auf Audiodeskription angewiesen sind.
Uns ist klar, was für uns ein Riesenspaß war, ist für andere Menschen unabdingbar, um solche oder ähnliche Events überhaupt genießen zu können.- Umso schöner, das uns mittlerweile die moderne Welt solche und viele andere außergewöhnliche Möglichkeiten bietet!

11.7.18 05:04, kommentieren

„ Mailand war eine Traumreise“

Vor kurzem erhielt ich die freudige Benachrichtigung, dass ich bei einem Gewinnspiel, den Hauptpreis gewonnen hatte.

Erster Preis: 2 Tage und 2 Nächte für eine Person nach Mailand. Inklusive, Hotel, Flug und einem großzügigen Taschengeld.

Mailand, Italien war schon immer eines meiner absoluten Traum-Reisziele. Deshalb ergriff ich diese einmalige ebenso wie unverhoffte Chance am Schopfe.

So flog ich vom Stuttgarter Flughafen nach Mailand, Italien.Erleichtert stellte ich fest, dass meine befürchtete Flugangst völlig unbegründet war.
Sanft schwebte das Flugzeug über den Wolken und dann auf der Landebahn des Flughafens Mailand-Malpensa ein.

Mailand war wie erhofft, von der ersten Sekunde, Traumhaft. Noch tausendmal schöner wie ich es mir erträumt hatte. Meine kühnsten Erwartungen wurden bei weitem übertroffen.

Meine Unterkunft lag in unmittelbarer Nähe zum Mailänder Dom. Ein großartiges 4-Sterne Hotel.
Das es weder an Betreuung durch das mehrsprachige Personal, noch an Luxus fehlen ließ.

Der Vorplatz des erwähnten Domes ist märchenhaft. Man hat von der Piazza del Duomo (Domplatz) einen hervorragenden Blick auf sämtliche historische Triumphbögen und Gerichtsgebäude.

Der Mailänder Dom ist eine römisch-katholische Kirche und mit einer Höhe von 107 ein geradezu monumentaler Anblick. Der Grundriss des Domes sieht aus wie ein riesiges Kreuz. Es gib ein Langhaus, ein mehrschiffiges Querhaus und das auffallend von Sakristeien flankierte Umgangschor.
Mehr als alles andere, haben mich aber die hellen Lichtstrahlen verzaubert, die durch die großen Buntglasfenster ins Innere des Domes fallen.
Mehr als zweieinhalb Stunden verbrachte ich in der berühmten Italienischen Kathedrale.

Zum Mittag kehrte ich in ein kleines italienisches Restaurant ein.
Das schon sehr modern wirkte und irgendwie nicht richtig in das geschichtsträchtige Mailänder Domviertel passte.
Bis auf die hellbraune Bar, war das gesamte Lokal, die komplette Einrichtung in ein leuchtendes weinrot getaucht.

Ich aß ein hervorragendes Costolletta alla Milanese. Das ist ein Mailänder Kalbsschnitzel, das in Butter gebraten wird. Dazu gab es Bratkartoffeln und einen herzhaften Tomatensalat.

Anschließend schlenderte ich durch das attraktive Modeviertel Mailands.
Besonders gerne auf der Via Monte Napoleone, eine der teuersten Straßen der Welt.
Ich lief an den noblen Markenhäuser von Versace, Alberta Ferretti, Dolce e Gabbana, Prada, Fendi, Luois Vuitton, Chanel, Bottega Veneta, Gucci, Bulgari, Cartier, Valentino und Gianfranco Ferrè und Armani stets wachsam vorbei.


Nur einige Minute später fand ich mich in der Fußgängerzone (Corso Vittorio Emanuele) wieder.
Ein Kleidergeschäft neben den anderen, was jedoch ungemein zum harmonischen Straßenbild beiträgt.
In Deutschland finde ich das schon sehr lästig. Ein Klamottenladen neben dem anderen.
In Mailand verleitete es mich, die Läden nacheinander gründlich zu inspizieren
Leider war ich zur Mittagszeit dort.
Im Reiseführer stand nämlich, dass sich die Fußgängerzone nachts mit ihren zahlreichen Shops, Kinos und Bars vom Geschäfts- zum Vergnügungsviertel verwandelt.

Mit dem Bus fuhr ich gegen 15 Uhr 30 zum Parco Faunistico le Cornelle. Den Mailänder Tierpark.
Weiße Tiger und Löwen hatte ich bisher nur in Dokumentationen und bei "Siegfried & Roy" gesehen.
Die Unterwasserwelt, das sensationelle Aquarium mit den unterschiedlichsten Meeresbewohner schlug mich in seinen Bann.
Abschließend wanderte ich durch das riesige Freigehege voller lärmender Störche, Flamingos und weiterem Federvieh.

Ich überlegte ins Hotel zurückzufahren.
Entschied mich aber dafür, erst noch das Mailänder Kunstwerk schlechthin anzuschauen. Das Abendmahl von Leonardo Da Vinchi.
Auf einer der unzähligen Infotafeln konnte ich lesen, das da Vinci das Abendmahl in den Jahren 1494-1497 im Auftrag des Herzoges Ludovico Sforza erschuf. - Wahrlich Meisterlich!

Danach hatte ich runde Füße. Jedoch war ich auch sehr glücklich. Mit Millionen gesammelter Eindrücke schlich ich ins Hotel zurück. Wo ich nach einer dringend benötigten Dusche, sofort einschlief.


Tag zwei meines Italien-Abenteuers begann mit einem herzhaften Frühstück auf dem Hotelzimmer.
Bei Schinken, Brötchen, Käse, Toast und Orangensaft stärkte ich mich ausgiebig für einen weiteren Ausflug ins schöne Mailand.

Unbedingt wollte ich - als großer Sportfan - einen Blick in das legendäre Giuseppe-Meazza-Stadion werfen.
Das im Stadtteil San Siro beheimatet ist. Dort tragen sowohl der AC Mailand wie auch Inter Mailand ihre Heimspiele in der Serie A aus

In einem vollbesetzten Bus ging es vom Fußballstadion zum Museum „Civico Archeologico“.
Dort tauchte ich für knapp fünf Euro in die Welt der Griechen, Etrusker, Römer und Barbaren ab. Unterschiedlichste Münzen, Vasen, Fresken, Waffen, Besteck und Helme sah ich mir an. Da die Infotafeln auch auf Englisch zu lesen waren, fühlte ich mich gut informiert.

Mit einem Italienischen Nudelbrötchen; das in einer extreme scharfen Chilisauce schwamm; in der Hand, ging es zu Fuß zum Cimitero Monumentale auf.

Mailands Zentralfriedhof, auf dem sich die Reichen, die Schönen und Berühmten nach ihrem ableben treffen.
Gräber, die aussahen wie Griechische Tempel, Meter hohe Obelisken, ägyptische Pyramiden.
Ein Friedhof der auf mich wie ein riesiges Freiluftmuseum wirkte.

Auch die Mailänder Straßenbahn verzauberte mich. Saß ich doch in einem wunderschönen Waggon aus den 1920er Jahren.
Ich erfuhr, dank meines informativen Reiseführers, das die Italiener an diesen Wagen aus einer völlig anderer Zeit besonders hängen. Das man ein ähnliches Fahrerlebnis mit der Straßenbahn, heutzutage, nur noch in den USA erleben kann.

Zurück im Hotel. Machte ich mich Ausgehfertig für das sagenumwobene Mailänder Nachtleben.

Ich schlenderte bei Anbruch der Dunkelheit ins Mailänder-Stadtteil Navigilli.
Von dort immer den Kanal entlang. Mir bot sich dank des beleuchtenden Kanals mit seinen zahlreichen Schiffchen ein spektakuläres Nachtbild.
Eigentlich wollte ich mich noch in das wilde Mailänder Partyleben stürzen, doch darauf verzichtete ich dann doch. Total Platt - von einem sehr ereignisreichen Tag - mit dem wunderschönen Bild des Mailänder Kanals im Herzen, trabte ich gemächlich ins Hotel zurück.

Nach einem ausgiebigen Frühstück. Checkte ich mit leichter Verspätung aus dem Hotel aus.
Dann mit dem Taxi zum Flughafen Mailand-Malpensa. Von dort zurück mit dem Flugzeug nach Stuttgart.
Im Flieger Richtung Heimat, ließ ich meinen 2-tägigen Mailandtrip Revue passieren und schwor mir dabei feierlich, das Abenteuer Mailand möglichst bald fortzusetzen.


Es gab weder das Preisausschreiben, noch meinen Städtetrip nach Mailand.
Sondern ist diese Unternehmung lediglich ein Produkt meiner aufblühenden Phantasie.
Ich hatte meinen Spaß daran, mich nach Mailand, Italien hineinzuträumen.
Festzuhalten bleibt: „ Mailand war eine Traumreise“!

1 Kommentar 31.7.18 05:15, kommentieren

"Wenn du glaubst es geht nicht mehr kommt von irgendwo ein Kätzchen her"

Meine japanische (Online)-Freundin - mit der ich mich fast täglich austausche und von der ich schon wiederholt berichtete - ist seit kurzem stolze Besitzerin einer kleinen Katze.
Gerade in einer Phase in der es ihr überhaupt nicht gut ging, ist ihr das Tierchen zugelaufen.

Tagelang ist das kleine Ding ängstlich und miauend im Garten herumgeirrt.
Die Freundin hat sich sofort gekümmert, immer wieder nach ihr geschaut. Dachte aber, natürlich, die Katze würde sich wieder nach Hause trollen.
Was sie jedoch nicht tat! - Vermisst wurde sie offenbar nirgends. Auch die Katzenmama (oder andere Verwandtschaft) war nicht aufzufinden.

Mittlerweile hat die Katze (es handelt sich übrigens um ein Katzenmädchen) den Tierarzt-Scheck bestanden und wohnt nun auch offiziell im japanischen Haushalt.
Laut Tierarzt, handelt es sich bei dem neuen Mitbewohner um ein "Mai-Kätzchen".

Wenn die Freundin zur Arbeit muss, setzt sich das Katzenbaby ins Fenster und schaut ihr traurig nach. Wenn meine japanische Freundin zurückkommt, lauert sie schon ungeduldig an der Tür und wartet nur darauf, das man sich mit ihr beschäftigt, und ihr das ein oder andere Leckerli zu fressen gibt.

Das Kätzchen läuft ihr durchs gesamte Haus nach. Nur nach draußen, will das Fellknäuel auf 4Pfoten momentan (noch) nicht. - Wer weiß, was der kleine Racker erlebt hat?

Außerdem scheint sie - wie alle Katzenbabys - sehr neugierig zu sein. Was wohl glücklicherweise ein weiteres Argument ist, dass, das Tier sich prächtig entwickelt und vollkommen gesund ist.

Das Katzenmädel hat natürlich einen festen Schlafplatz.
Zieht es allerdings vor, nicht dort zu übernachten. Viel lieber schläft sie im Bett und rollt sich an der Seite meiner Freundin zusammen.

Sie spricht übrigens mit ihrem tierischen Schützling in sanften japanisch. Inzwischen miaut das Katzenkind sogar im allerbesten japanisch zurück. - Wenn das keine Liebe & Zuneigung ist?


Es heißt: "Wenn du glaubst es geht nicht mehr kommt von irgendwo ein Lichtlein her". … in diesem Fall, war das Lichtlein eine kleine Katze und die kam zum perfekten Zeitpunkt.

1 Kommentar 29.6.18 01:16, kommentieren

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