„Von dauerhaften Urlaubsplänen“ oder „Hallo, aus Tokyo“!

Vor einigen Wochen berichtete ich von den Urlaubsplänen meiner japanischen Freundin.
Die nach allerlei bitterbösen Erfahrungen im deutschen Alltag, sich verständlicherweise immer mehr nach ihrem Heimatland Japan verzehrte.

Von Monat zu Monat wirkte sie Teilnahmsloser.
Physisch und Psychisch angeschlagen. Von ihrer unbekümmerten Fröhlichkeit, ihrem sprühenden Temperament war kaum noch etwas zu spüren.
Eine Tatsache die nicht nur Freunden, sondern natürlich auch ihren Eltern keineswegs verborgen blieb.

Verschiedene Ärzte, Tabletten und Gesprächsformen brachten leider nicht den gewünschten Genesungseffekt. Auch Kreislaufkollapse und einige kürzere Krankenhausaufenthalte galt es zu überstehen.


Ihre Eltern überraschten sie mit einer Reise nach … na? …. Riiiichttttig! – Japan!!! – Zurück ins Glück!!!
Nachhause zu Familie und in eine vertraute Umgebung. Regelmäßig ihrer Muttersprache zu sprechen und weg vom gruseligen Außenseiter-Sein

Zweieinhalb Wochen sollte der Trip nach Fernost dauern, um ihr Seelenheil wieder mehr Balance zu verleihen und die Akkus wieder vollständig aufzuladen.
Schließlich mochte sie hier – in Deutschland – wie auch ihre Eltern ihren Beruflichen Karriereweg fortzusetzen. … Zumindest dachte das die Freundin - … und somit natürlich auch ihre Freunde.

Wir – ihre Freunde – haben uns nichts dabei gedacht, dass sie sich bei uns fast vier Wochen nicht meldete. – Dachten, sie muss sicher das ganze erstmal für sich in Ruhe verarbeiten.


Ich denk mir nichts Böses. ^^  
Schaue gestern Nacht in meine E-Mails …
Da heißt es unter der Rubrik: Posteingang: „Hallo, aus Tokyo“! – Absender meine Japanische Freundin.- In mir ein innerer Schrei der Freude.

Erster Gedanke; Du bist noch da (in Tokyo, Japan)???? 
Zweiter Gedanke; Nachtigall ich höre dich trapsen
😊


Dann fand ich endlich Muse nicht nur über die Überschrift: „Hallo aus Tokyo“ zu grübeln, sondern doch tatsächlich die Elektrische Postmitteilung genau durchzulesen.


Da war sie wieder. Die humorvolle, fröhliche Frau, die ich im Februar 2016 Online kennenlernte.
Die mit Japanischer Ernsthaftigkeit, Anstand und einer unbekannten herzlichen Menschlichkeit nie ein böses Wort über ihre Mitstreiter verlor. Für fast jeden immer ein entschuldigendes Wort fand.
Ein Mensch von der ich viele Sichtweisen Tatsächlich komplett übernommen habe.


Leicht und unbeschwert klangen ihre Zeilen. Sie berichtete in der
E-Mail:

Mit dem Landeanflug auf das geliebte Japan kamen ihr die Tränen. Sie schrieb, man könne sich kaum vorstellen, wie sich das anfühlt – weg vom Frust, hin zur Wunscherfüllung.
Ein Traum den man jahrelang in sich trägt. Dann zu sehen, wie er sich erfüllt, das wäre nur eines … UNGLAUBLICH.; Nicht nur ihr kamen die Tränen.   


Ihr Katzen-Findelkind durfte beim Begleitpersonal mitfliegen und musste nicht in den unfreundlichen Transportraum. Nur in den Bereich für zahlende Fluggäste durfte das Kätzchen nicht.
Die Katze hat jetzt in den wenigen Monaten ihres jungen Lebens bereits einiges erlebt.
Ängstlich tagelang draußen herumgesteuert – aufgenommen bei einem netten japanischen Mädel und ihrer Familie.
Das sie mühsam und mit viele liebe hochgepäppelt hatte und dem zitternden Fellknäuel ein wunderbares Zuhause gab und gibt.
Der Liebling auf Vier Pfoten dankte es ihr mit grenzenloser Zuneigung und war oftmals Seelentröster Nummer eins – wenn die Last des Alltags unerträglich schien.

Nun lebt das Waisenkätzchen im fernen Japan. – Echt irre!
Nur gut, dass meine Freundin mit ihr das japanische Miauen bereits kräftig übte, so kann sich das Tierkind ohne jegliche Probleme mit ihren Artgenossen dort mühelos verständigen.


Die Freundin schrieb, Zuhause hätten sie und Familie Haus & Grundstück vorgefunden, wie sie es damals verlassen hatten.
Auch ihr Schlafzimmer wäre ihre lange Abwesenheit kaum anzumerken gewesen. Alle an seinem Platz, wie sie wäre nie fortgewesen.


Kaum Zuhause befreit von allen Ängsten hätte sie auch die Tabletten ohne Probleme sein lassen können.; Gott-sei-Dank!


Sie genieße ihr Heimatland beim Spazierengehen (meist mit ihrer Besten Freundin) deutlich mehr wie noch vor einigen Jahren.  
Selbstverständliches wäre Spannend! Spannend wäre heutzutage fast Unermesslich!
Öfters starre sie verträumt auf Menschen, die sich unterhalten oder die normalsten Dinge der Welt erledigen und könnte nicht aufhören zu schauen.
Woraufhin die Freundin Jedes Mal bekümmert nachfrage, was denn los sei? – Sie antworte stets mit einem aussagekräftigen lächeln: „Nix“.


Sie meinte mit das schönste an ihrem Deutschland-Aufenthalt wäre das sie wieder Zuhause angekommen sei!
Das jetzt trotz manch kritischer Situation irgendwie doch noch alles gut ausgegangen sei.
Alleine dafür hätte sich letztendlich jede Schweißperle gelohnt.

 

Im April 2019 wird die Freundin wohl noch einmal eine Ausbildung als Köchin in einem japanischen Hotel mit Gastronomiebetrieb durchlaufen. Da sie nicht glaubt, dass ihr ihre Ausbildung in Deutschland angerechnet wird.
Die Ausbildung kann sie in dem Hotel absolvieren in dem auch ihre beste Freundin Berufsmäßig tätig ist.

Meine japanische vertraute wird (zumindest vorerst) nicht mehr nach Deutschland zurückkehren! – Lediglich ihr Vater wird hier noch einmal seine Zelte aufschlagen, um letzte wichtige Angelegenheiten zu klären.

Die Freundin schrieb, ihre Mutter könne von überall arbeiten und bei ihrem Paps scheint es ähnlich zu sein?


Sie schrieb wir wären von nun an wohl Freunde 2.0 – da man dank der modernen Kommunikationsmittel Kontakt halten könne. – Da ich telefonieren wie die Pest hasse, werden wir dies wohl ausschließlich per E-Mail tun!?!


Fazit:
IHR GEHT ES GUT & SIE IST UENDLICH GLÜCKLICH!!!
Das Alleine zählt!
Das ist GENAU das, was wir – ihre Freunde, und alle die sie mögen – uns für sie je gewünscht haben!


„Der Mensch bereist die Welt auf der Suche nach dem, was ihm fehlt. Und er kehrt nach Hause zurück, um es zu finden.“ – George Moore

14.11.18 02:53, kommentieren

Sing: „Na na na na second time around“ …

Sing: „Na na na na second time around“, na na na na second time around“!

 

Diese Songzeilen habe ich seit ich aufgestanden bin im Kopf. Sie stammen aus dem Soundtrack zu dem Film: „Bob der Streuner“.
Ich summe sie euphorisch vor mir her. Oder lasse die Songzeile äußerlich stumm, in meinem Kopf umso lebendiger, widerhallen.

Ich meine bereits in früheren Blogs erwähnt zu haben, dass ich den Geschichten rund um den roten Kater Bob und seines Besitzers James Bowen sehr zugetan bin.

 

Sing: „Na na na na second time around“, na na na na second time around“!


Am Nachmittag, wie ich aus einem Fenster hinaussah, verspürte ich eine gewisse Schwere in mir. Urplötzlich fühlte sich der Alltag wie ein Gefängnis an.
Ich hatte nicht das Gefühl diese Emotionen heute erfolgreich verdrängen zu können. So brach ich aus meinem Alltagsknast aus. 
Ich nahm mir den Rest des fortgeschrittenen Nachmittages Zeit für mich. Vielleicht die klügste Entscheidung, die ich seit vielen Wochen getroffen habe?

 

Sing: „Na na na na second time around“, na na na na second time around“!

 

Mit Lust stampfte ich - nach einem kleinen Stadtbummel - vorzugsweise genau durch die Blätterhaufen, die zahlreich auf dem Boden aufgeschichtet lagen.
Ich war nur froh, dass ich von Wind und Regen verschont blieb.
Dieser Herbstspaziergang um die Mittagszeit, etwas außerhalb der Wormser City, war Gold wert.
Die Sonnenstrahlen intensiv auf der Haut zu spüren und dabei diese herrliche bunte Welt zu genießen, die mit ihren intensiven Farben auch einer übereifrigen Phantasie eines Buchautors entsprungen sein konnte, fühlte sich genial an.

Ich suchte mir eine etwas stillere belaubte Ecke und war beim Ausgelassenen hüpfen durch dieser Farbenwelten einfach nur verdammt glücklich!
Bleibt im Nachhinein zu hoffen, das mich diesmal beim ausgelassenen glücklich-Sein nicht allzu viele Menschen beobachtet haben.

Es hat sich unglaublich gelohnt!
So Federleicht, ausgelassen, glücklich, leicht überdreht – selbst vom minderwertigsten Problemchen befreit – war ich vielleicht seit Jahren
(bestimm!) nicht mehr!


Sing: „Na na na na second time around“, na na na na second time arounnd“!

2 Kommentare 9.11.18 03:21, kommentieren

„Von Duschgewohnheiten, Basketball & „Halloschlimm“!

Bei milden Temperaturen und wohltuenden Sonnenschein, der sich seinen Weg – durch die bereits teils kahlen Äste sucht, sitze ich in der kleinen Parkanlage nahe der Fußgängerzone.
Wenn ich keinen Alltag mehr bewältigen müsste, würde ich wohl zufrieden die nächsten Stunden hier verweilen.


Mir fällt es etwas schwer meine Gedanken zu sortieren.
Einen Hauch von Müdigkeit spüre ich in mir.
Dabei sollte ich nach einem tollen Sonntag nur so vor Energie strotzen.


Erst konnte ein von mir betreutes Team Auswärts gewinnen.
Danach war ich mit bekannten in der Fraport Arena in Frankfurt. Wir sahen uns das Basketballbundesligaspiel der Fraport Frankfurt Skyliners vs. Telekom Baskets Bonn begeistert an. Ein unterhaltsames Basketballspielchen, das die Skyliners mit 83:79 für sich entschieden.

Es gibt so viel - vor dem Spiel, währenddessen und danach - zu sehen, dazu diese wunderbare Familienfreundliche Atmosphäre!

In der Halbzeit war Motsi Mabuse (u.a. bekannt aus Let´s Dance) zum Interview zu Gast, die ihre Tanzschule und die Kooperation mit den Skyliners in einem Interview bewarb.
Frau Mabuse wirkt live so viel sympathischer wie im TV.
Außerdem legten die Weltmeister im Freestyle-Dancing eine flotte Gruppensohle aufs Basketballparkett.

Ich bin felsenfest überzeugt, selbst der größte Sportmuffel könnte sich diesem beeindruckenden Live-Erlebnis (zumindest) nicht (völlig) entziehen.

Was man bei so einem Basketballspiel (zumindest in Frankfurt) geboten bekommt, erwähnte ich bereits ausführlicher im letzten Blog.


… einige Tage zuvor …

Durch Zufall ergab es sich – vor einigen Tagen - dass ich einen Halloween-Fotoauftrag ergatterte.
Ich lief mit dem Fotoapparat um den Hals durch die derzeit sehenswerten, bunten Parkanlagen. Ziel war es, einige herbstliche Bilder einzufangen.
Bis mich eine Frau ansprach, ob ich nicht Lust hätte, ihre Halloweenparty zu fotografieren. Erst auf den ungefähr 29ten Blick stellte ich fest, dass ich die Frau oder vielmehr ihren Vater besser kenne. Knapp 2-Minuten später war ich engagiert.

... und ich habe es nicht bereut.

Ich habe so etwas an purem Halloween-Deko-Spaß noch nie erlebt.
Die Auftraggeberin und Familie, sieht man von den Schlafzimmern ab, verwandelten ihr Heim in ein waschechtes Horrorhaus.
Das gesamte Gebäude war im inneren mit Spinnenweben übersät.
Das Wohnzimmer voller seltsamer Viecher. Käfern überall an den Wänden. Da schauten Skelette, Geister und Monster aus jeder offenen Lucke heraus.
In der Badewanne lagen unter Schwarzlicht, Gedärme.
Fledermäuse, die verblüffende echt wirkten, bevölkerten die Küche.
Im Flur fand man neben allerlei weiteren Ekel-Zeug, Totenschädel und ein Regal auf dem Gläser mit dem Inhalt toter Tiere standen.
Draußen brannte vor einer Sitzgruppe - aus aufgestellten Bänken - ein einsames wärmendes Feuer. Vor einer Art Friedhofkulisse. Man hatte etliche Gräber aufgestellt. Dazu ein Käfig in dem ein Stoff-Seehund am Galgen hing.
Der Keller war das Zentrum des Horrorhauses schlechthin.
Dort lag zu einem der bitterböse aufgeschnittene Wolf mit Wackersteinen im Magen in Großmutters Bett.
Auf der anderen Kellerseite, ein Horrorszenario des Märchens Schneewittchen. Auf einem Spiegel stand in Blutroter Schrift: "Spieglein, Spieglein bist du da …". Davor ein Tisch auf den Kerzen brannten. Der Tisch war komplett gedeckt. Teller auf denen Leichenteile herumlagen.
Da hat doch niemand die tapferen 7 Zwerge zubereitet und im Anschluss auf ihren eigenen Tellerchen serviert?
Irgendwo tummelte sich ein Dachs. An einer der Kellerwände hing ein bösester dreinblickender Wildschweinknopf.

Die versammelte Gäste Scharr amüsierte sich herzlichst über die nette Gastgeberin.
Die so gerne in ihrem "Madness-Alice-im-Wunderland-Kostüm" erschreckend wirken mochte. Jedem sah sie in dem blauen Alice-Kleid, und den roten-weißen langen Strümpfen, mit dem braven Gruselmakeup; da sie sowieso ein zierliches Persönchen ist; nicht wirklich erschreckend aus.

Insgesamt bleibt festzuhalten, das war alles andere als „Halloschlimm“. Sondern ein Riesenspaß an Halloween.

… liegt aber vielleicht auch daran, dass ich bereits für das nächste Jahr wieder zum fotografieren gebucht bin.


Hat schon mal jemand die Jackfrucht versucht?
Auch dieser Trend ist wohl an mir vorbeigezogen.
Irgendwie begegnet mir diese Frucht in den letzten Wochen immer wieder. Ob in Artikelform, Bildchen oder in Blogs.
Die Jackfrucht ist die größte Baumfrucht der Erde. Offenbar kann sie bis zu einem Meter hoch und 30kg schwer werden.
Ich finde es verblüffend, dass, das Fruchtfleisch Hähnchenfleisch ähneln soll? Der Geschmack soll Honigartig sein?
Mal sehen, wenn die Jackfrucht bei mir auf dem Speiseplan steht? 


Schade, Verweilzeit um!
Das heißt meinen „Park-Platz“ sofort verlassen, zu einen Riesensatz zurück in den Alltag ansetzen. Nach Erfolgreicher Erledigung aller anstehen Aufgaben, geht’s dann nachhause. Dann etwas den Allgemeinen Interessen nachgehen und letztendlich frisch geduscht die verfassten Gedankengänge in den Blog übertragen.
 
Übrigens, ich finde ja es gibt kaum was schöneres wie eine heiße Dusche.
Die genieße ich täglich aufs Neue. … ja ich weiß, täglich duschen soll nicht das allerbeste für die Haut sein.
Dennoch ist das ein für mich ein unverzichtbares wohlfühlritual.  

6.11.18 03:54, kommentieren

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