Sinnvolle medizinische Vorsorge bei Urlaubsreisen

Vorsicht ist besser als Nachsicht. Das gilt vor allem für Reisen in weit entfernte Länder. Sofern Sie Ihren Urlaub nicht gerade in der EU, sondern eher auf einem anderen Kontinent planen, sollten Sie einige Hinweise beachten, um gesund und wohlbehalten wieder in der Heimat anzukommen.

Landesspezifische Beratung durch einen Facharzt


Vor allem vor Fernreisen sollten Sie sich von einem Fachmediziner über lokale Gesundheitsrisiken beraten lassen, Foto: © kalafoto

Kernstück einer optimalen reisemedizinischen Vorsorge ist die landesspezifische Beratung durch einen Reise- oder Tropenmediziner. In einem persönlichen Gespräch kann dieser auf Ihre individuellen gesundheitlichen Belange eingehen und notwendige Impfungen und Medikationen verschreiben. Umfangreiche Merkblätter des Gesundheitsdienstes sind auf der Website des Auswärtigen Amtes zu finden.

Achten Sie auf die Hygiene

Um reisespezifische Gesundheitsprobleme zu minimieren, sollten Sie stets auf die Hygiene achten. Nutzen und trinken Sie nur abgepacktes Wasser. Zur Not tut es auch desinfiziertes oder abgekochtes Wasser. Für Nahrungsmittel gilt die Grundregel: "peel it, cook it or leave it" (schäl es, koch es gar oder lass es sein). Halten Sie Fliegen und andere Tiere von Ihrem Essen fern und waschen Sie sich regelmäßig gründlich die Hände. Laufen Sie nie barfuß und vermeiden Sie den Kontakt zu Spinnen, Insekte und Schlangen.

Eine Reiseapotheke ist Pflicht!

Wenn Sie häufiger Flüge ins In- und Ausland buchen, ist dieser Tipp obligatorisch: Führen Sie stets eine gut ausgestatte Reiseapotheke mit sich. Diese sollte neben einer Erste-Hilfe-Ausstattung und den ggf. angebrachten Mitteln zur persönlichen Dauermedikation (z.B. Malariatabletten) vor allem Mittel gegen Verdauungsprobleme und Erkältungen beinhalten. Denn sollte Sie eine derart banale Krankheit plagen, sind die Medikamente aus der heimischen Apotheke in der Regel vertrauenswürdiger, als fremde Präparate mit ggf. minderwertiger Qualität. Sofern nötig sollten Sie das entsprechende ärztliche Attest in englischer Sprache für Ihre Medikamente mitnehmen, um Problemen bei der Einführung in ein fremdes Land vorzubeugen. Welche Medikamente Sie bei Auslandsreisen mitführen dürfen, erfahren Sie auf der Internetseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArm).

Schutz vor Mückenstichen schützt vor Malaria

Malaria ist eine Tropenkrankheit die durch den Stich einer Malariamücke übertragen wird. Im Zuge der globalen Erwärmung hat sich die Ausbreitung dieser Krankheit derart ausgeweitet, dass man heute Teile Mittel- und Südamerikas, weite Teile Afrikas, Südostasiens und Chinas zu den Malariarisikogebieten zählt. Um einer Ansteckungsgefahr vorzubeugen, sollten Sie entsprechende Impfungen und Medikamentenprophylaxe wahrnehmen. Da es bislang keinen hundertprozentigen Schutz gegen diese heimtückische Krankheit gibt, stellt die Vermeidung von Insektenstichen die wichtigste Malariavorbeugung dar. Nutzen Sie dafür ein Insektenabwehrmittel auf der Basis von Diethyltoluamid (= DEET) und Icaridin (Bayrepel). Desweiteren haben sich imprägnierte Moskitonetze, angepasste Kleidung und verschiedene Insektenvertilgungsmittel bewährt. Dadurch kann das Ansteckungsrisiko um nahezu 90 Prozent gesenkt werden.

Auch bei Kurzreisen besteht Gefahr für Ihre Gesundheit

Auch bei Kurzreisen ist Ihr Körper ungewohnten Stresssituationen ausgesetzt. Häufig wird der Organismus zudem durch die ungewohnte Klima- und Zeitzone beeinträchtigt. Daher sollten Sie sich lieber nicht zu viel zutrauen, regelmäßig Pausen einlegen um sich nicht zu überanstrengen. Zudem sollten Sie in jedem Fall ausreichend viel schlafen – immerhin ist es doch ihr Urlaub.

21.8.13 10:03

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