Soul Musik

Soulmusik oder in der gebräuchlicheren Abkürzung „Soul“ entstand Ende der 50er Jahre durch eine Vermischung von Rhythm and Blues und dem eher nur in Kirchen gesungenen Gospel. Soul galt lange Jahre als Synonym für schwarze Popmusik. Geprägt wurde die Musikrichtung stark vom Kampf der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung gegen Rassentrennung und für Gleichberechtigung.

So ist es nicht verwunderlich, dass viele eingängige Soul-Stücke versteckte Hinweise enthalten. Aus Angst von Repressalien und Verfolgung wurden Informationen in den Liedtexten untergebracht. Z.B. ist Stevie Wonder – „Happy Birthday“ kein normales Geburtstagslied, sondern eine wunderbare Hommage an Dr. Martin Luther King.

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(FotoQuelle: Yourtube.com)

Viele bekannte Soul und Blues Sänger weigerten sich in den Anfangsjahren der Bürgerrechtsbewegung,  in US-Bundesstaaten auftreten, die immer noch eine rigorose und extrem diskriminierende Rassentrennung betrieben. Separate Eingänge für schwarze und weiß Musikfans und wie ebenso klar abgegrenzte Aufenthaltsbereiche symbolisierten jahrelang die komplette Trennung der Bevölkerung der USA.

Anfang der 60er Jahre gründete Berry Gordy Jr. Sein Plattenlabel Motown und ebnete so vielen Schwarzen Sängern und Sängerinnen den Weg in das hart umkämpfte Musikbusiness. Dass allerdings Frauen selbst hier um Gleichberechtigung kämpfen mussten und unter sehr viel schlechteren Bedingungen und geringerer Bezahlung wie ihre ebenso schwarzen Männlichen Kollegen arbeiten, änderte sich in den weiteren Jahren auch hier nicht. In den erfolgreichen Anfangs-Jahren von Motown Records waren Musikgrößen wie ‚“The Supremes“, „Diana Ross“, der damlas erst elfjährige (little) Stevie Wonder und die „Temptations“ unter Vertrag. Als „The Marvelettes" im Dez. 1961 den ersten Nummer-Eins-Hit in den Billboard Charts, ,Please Mr. Postman' landeten, war Motown zu einer der größten und erfolgreichsten Plattenlabels aufgestiegen.

In den 10 Jahren von 1961 bis 1971 landeten Motown-Records 110 Top-10-Hits, woraufhin Barry Gordy mit dem Slogan warb: „The Sound of Youg America“ zu produzieren, der schwarze wie weiße Jugendliche begeisterte.

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(FotoQuelle: Youtube.com)

James Brown’s "Say It Loud - I'm Black And I'm Proud" oder  Tina Turners „Proud Mary” mobilisierten und euphorisierten die Massen und ein ganzes Volk fand seinen Stolz für die eigene Kultur und Musikrichtung wieder.
Anfang der 70er Jahre waren vor allem die „Jackson Five“ mit dem damals erst 11Jährigen Michael Jackson das erfolgreichste Zugpferd der Firma. Keine andere Band verkaufte in diesem Jahrzehnt mehr Schallplatten und gilt zu Recht bis heute, als erfolgreichste R&B-Band dieser Zeit.

20.8.13 12:04

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