Draconian Season






auf das VERgangene leben

Lange her. Ist nicht mehr. Vorbei. Aus.
Viel Zeit ist vergangen. Ich hatte Zeit zum Denken. Zeit zum Fühlen. Neuanfang … manches bedaure ich immer noch. Wie alles gekommen ist. Wie es ausgegangen ist. Das hätte nicht sein müssen. Aber das war auch nie und nimmer meine Schuld.
Jetzt stehe ich anders da. Allein, in diesen Räumen, die früher anders waren. Die gefüllt waren mit viel Schönem, und am Ende mit viel Leid, und die jetzt gereinigt sind von beidem.
Auf diesem Balkon, wo wir einst standen. Jetzt stehe ich mit jemand anders dort. Ich bin anders. Ein anderes Leben.
Und bedaure ich? Nein. Ich blicke nur nach vorne. Ich habe so viel gelernt … bin so viel gewachsen. Und ich weiß, dass ich nicht traurig sein muss, denn ich bin da, wo ich hingehöre.
Manchmal kommt es mir vor, als wäre ich irgendwie von der Zeit losgelöst … wie ein stoischer Wächter, der ihren Fluss beobachtet. So viel verändert sich, so viel läuft weiter, entwickelt sich … so viele Leute kommen und gehen wieder.
Nur ich bleibe.
Da, wo ich bin.
26.10.13 23:05


manchmal

Manchmal weiß ich nicht, was ich hier mache.
Manchmal weiß ich nicht mehr, wer ich bin.
Manchmal komm' ich mir total gestört vor.
Manchmal glaub' ich, ich bin psychisch hin'.
Manchmal glaub' ich, ich bin am Ende, weiß vor so viel Weinen nicht mehr weiter
Manchmal hab' ich Angst, ich könnt' mich einfach in Luft auflösen
Und in manchen Momenten möcht' ich einfach sterben.
17.1.13 03:03


weiter

Manchmal, wenn ich über alles nachdenke, was passiert ist, glaube ich, resigniert zu haben … ich habe das Gefühl, dass es so ist, und dabei weiß ich nicht einmal, wann genau, war doch die letzte Zeit so sehr ein Auf und Ab, so sehr Berg- und Talfahrt … hab' ich nur in dieser Sache resigniert? Oder in mehr? Generell? Ich weiß es nicht.
Und dann, wenn ich darüber nachdenke, über das, was noch am wenigsten zurückliegt und noch am frischesten ist und mich am nachdenklichsten macht, dann frage ich mich immer: Habe ich mich zu wenig angestrengt? Habe ich mir zu wenig Mühe gegeben, zu zu wenig Einsatz gezeigt, war ich zu wenig determiniert und mit Herz bei der Sache dabei?
Nur letzteres weiß ich … dass mein Herz immer bei der Sache dabei war.
Und ich wünsche mir, dass ich nach alledem, nach allem, was passiert ist, weiterziehen kann … dass mich all das nicht mehr berührt, nicht mehr noch andere Sachen resignieren lässt - denn darin zu resignieren war schon schwer genug. Ich will fort, weit weg, in diese Zukunft, die ich mir ausgemalt habe. Und wenn ich dort bin, will ich dastehen, frei, unbeschwert, und hinweg blicken über das Leben, das mir zu Füßen liegt, und sagen können:
Ich hab's geschafft.
9.1.13 18:43


inana

Seltsam, wie vergänglich alles ist … wie Worte, die vor ein, zwei, drei Jahren ausgesprochen, nun nichts mehr gelten. Wie Dinge sich verändern, anders werden, fremd werden … wie etwas, das früher die Welt bedeutet hat, jetzt nichtig ist. Wie Sachen einfach vergehen … dahinschwinden. Es macht mich nachdenklich … nachdenklich und traurig.

"Wie früher", sag' ich.
"Früher waren mehr Leute da", sagst du.
"Ja. Jetzt ist keiner mehr da außer uns."

Für einen Moment fühl' ich mich jung. Dann schau' ich über's Land und frag' mich, wann mein neues Leben beginnt.
28.11.12 02:34


vom morgen

Ich will dich nicht wieder auf alte Themen ansprechen, darum schreib ich hierher, was mir manchmal noch im Kopf rumgeht und ich dir gern sagen würde, aber nicht kann. Vielleicht liest du es und machst dir Gedanken dazu oder verstehst meinen Standpunkt, vielleicht auch nicht - in jedem Fall ist es so freiwillig für dich.
Das mit dem Spielzeug hab ich dir ja schon erklärt. So hab ich das nie gemeint - aber versetz dich doch mal in meine Lage. Wie hättest du es gefunden, wenn einfach eine andere Frau plötzlich meine engste Vertraute wird und mit mir über unsere Probleme redet? Sachen mit mir macht, die eigentlich nur du mit mir machen durftest? Sich einmischt, und sagt, wie nahe sie dran war, mich von dir loszubekommen? Das wäre für dich doch auch nicht okay. Du sagst immer, ich soll auch an dich denken, an deine Gefühle - ja, schön, aber versetz dich doch mal in meine Lage … versuch doch mal, es nachzuvollziehen, wie das für mich ist. Ich fands nicht besonders schön, daran zu denken, was du willst oder denkst, weil das bedeutet hätte, daran zu denken, dass du das mit ihm willst … diese Dinge, die man eigentlich nur mit seinem Partner macht, wenn man vergeben ist. Da wollte ich nicht denken "Oh, hm, vielleicht mag sie das aber, von ihm berührt zu werden oder mit ihm tiefgründige Gespräche über mich zu führen", weil das eigentlich mein Privileg war. Deswegen … nicht, weil du für mich nur ein Objekt wärst … sondern weil es scheiße ist, wenn einfach jemand anders da ist, der nicht da sein sollte. Aber vielleicht versteht man das nur, wenn man selbst in der Situation war oder ist - auch, wenn ich eigentlich nicht an deiner Vorstellungskraft zweifle.
Außerdem fand ich es nicht okay, uns um dich buhlen zu lassen … ich meine, das geht doch so nicht. Ich bin es wert, dass man sich gleich für mich entscheidet, und nicht erst testen muss, wie ich mich im Wettkampf mit einem anderen schlage. Das war nicht fair … aber ich glaube, das weißt du eh selbst und machst es nicht mehr, darum soll das kein Vorwurf sein. Mir fiel nur auf, dass es scheiße war, und so gar nicht du selbst … aber irgendwie warst du das oft nicht, wenn es um ihn ging.
Und mir zu erzählen, worin er geschickter wäre als ich, wenn es um deinen … Körper geht, ich meine … sowas kann man doch nicht machen! Das hat mich total verletzt, und danach war mein Selbstbewusstsein völlig angeknackst, ich hatte nur noch das Gefühl, dir nicht genügen zu können und eh nichts auf die Reihe zu kriegen in der Hinsicht. Das war auf jeden Fall der falsche Weg, mir mitzuteilen, wo Verbesserungspotenzial besteht, das wäre auch diskreter und liebevoller gegangen. Weitaus.
Ich glaube, das war's ...
3.9.12 18:22


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~A cast of words~

And then the season came
With all its beauty and bloom
and sowed its seeds around everywhere I stared
A lush garden, abundant as any phantasy
A rising paradise of doom


Nectar; 21-25


P.V.Q.