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Über sich

[wer bin ich?!] - juni 2014 - ich bin lisa, 25 jahre alt, bipolar typ II und versuche mehr als nur eine diagnose zu sein. dieser ort hier ist mein platz für die schlechten tage. seit ich nach einem stationären aufenthalt in einer klinik mit medikamenten und einem wunderbaren psychiater richtig eingestellt bin, kann ich die meiste zeit meines lebens normal leben. mit höhen und tiefen. ohne die ganz krassen schwankungen. wenn man mir noch vor ein, zwei jahren mein jetziges leben prophezeit hätte, hätte ich gelacht. völlig undenkbar. mittlerweile bin ich glücklich verheiratet mit dem menschen nur für mich alleine, der mich mit allen macken erträgt und trotzdem liebt. wir sind hausbesitzer. ich habe einen festen job, den ich verdammt gut mache. an guten tagen weiß ich, dass ich es geschafft habe. dass die dunklen stunden vorrüber ziehen. an schlechten tagen will ich mich trotz allem in mein auto setzen und die augen schließen, alles hinter mir lassen. einfach war und wird es wohl nie sein. aber es ist mein leben. ich bin mit vollem herzen käferkrieger. reptilienmama. hühnerkuschler. koffeinjunkie. hobbykoch. bücherverschlinger. zocker. sammler. barfußgeher. dorfkind. träumer. seifenblasenliebhaber. - august 2010 - ich bin lisa und mein leben scheint seit jahren schon zu stagnieren. ich lebe immer noch bei meinen eltern, bewohne seit jahren das gleiche zimmer, habe grundprinzipiell noch die gleichen freunde und gehe mit diesen immer gleichen freunden jeden freitag abend in die gleiche disco. ich empfinde mich als zu alt für meine gefühlswelt. mit süßen sechszehn jahren habe ich schon ähnliche probleme mit mir herumgetragen, ähnlich gedacht, gefühlt, gehandelt. ich würde sagen ich bin ein herzmensch. oder doch ein kopfmensch? ich denke unglaublich viel. über große nichtigkeiten, kleine wichtigkeiten, über noch nicht geschehenes und vergangenes, hätte, wäre, könnte. immer. und doch lasse ich mich viel zu sehr von meinen gefühlen mitreißen. familie und freunde sind mir sehr wichtig. ich würde alles für sie tun - tue ich eigentlich auch. ich bin immer da, helfe wo ich kann, bin nett, freundlich und versändnisvoll und stelle viel zu oft die bedürfnisse anderer über meine eigenen. ich mag mich nicht. meistens. ich bin der perfektionist schlechthin und bin mir selbst einfach nicht perfekt genug. und ja, ich weiß sehr wohl, dass niemand perfekt ist und dass das auch niemand von mir erwartet. aber auch das bin nun einmal ich. ich lese unglaublich viel, gerne, fast alles und nahezu überall. oft auch mehrere bücher gleichzeitig und alle bücher mehrmals. auch wenn ich schon auswendig weiß, was drin steht. ich bin süchtig nach dem guten gefühl in meinem inneren, das mir ein buch vermitteln kann. wenn es mich berührt. mein lieblingsautor ist christoph marzi. ein buchstabenjongleur und sätzemaler. großartig. musik ist mir auch sehr wichtig. ich spiele selbst kein instrument, würde aber gerne, bin jedoch zu eitel um einen kurs zu besuchen. und leider auch viel zu ungeduldig, um mir selbst ein instrument beizubringen. die erfolge sind mir zu langsam nur sichtbar. vielleicht bin ich aber auch einfach nur unbegabt. musik muss mich berühren, textzeilen meine fantasie anregen und melodien mein herz klingen lassen. wer diesen blog mehr oder minder aufmerksam verfolgt, wird meinen hang zu textzeilen eventuell schon bemerkt haben. ich schreibe auch gerne und zeichne, wenn ich in der richtigen stimmung bin. ich hasse es, auf knopfdruck kreativ sein zu müssen. ich liebe gerüche. der geruch meiner ölpastelle oder eines neu gekauften buches, vanilleduft und gut riechende duschgele, shampoos, bodylotions, seifen, ... duftjunkie. tee schmeckt mir besser als kaffee und alleine das aufbrühen beruhigt mich schon ungemein. ich bevorzuge losen tee. mit honig. schwarztee mit milch. keinen zucker, nicht mehr. ich war bekennender schokoladensuchti, gewöhne mir das aber immer wieder aufs neue ab. meiner figur, meiner gesundheit und meinen kopfschmerzen zu liebe. ich habe dauerkopfschmerzen, oft migräne und weiß mittlerweile in dieser hinsicht nicht mehr weiter. sämtliche ärzte, die ich bisher aufgesucht habe, übrigens auch nicht. ich rauche nicht, noch nie und darauf bin ich wirklich stolz. ich trinke nur selten alkohol, bekommt mir nicht, ich werde schnell müde oder noch sentimentaler als sonst schon. ich bin sportmuffel und bewegungslegastheniker, bisher konnte ich mich nur wirklich für standard-tanz und tai-chi begeistern. ich liebe sonnenblumen, rosen und orchideen, seit neuestem auch meinen glücksbambus. wollen wir hoffen, dass er überlebt, trotz meines wohl eher schwarzen daumens. katzen sind meine lieblingstiere, an pferde nähere ich mich langsam an, mit spinnen kann ich gar nicht. aber ich halte es mittlerweile sehr gut in einem zimmer mit irmgard, der vogelspinne meiner freundin aus. das ging früher noch nicht. ich habe sehr feste, lange nägel und bemale sie mit kindlicher begeisterung in allen mäglichen farben, mit glitzer, sternchen, steinchen, zeugs. wie tussig. ich besitze ein einziges paar hohe schuhe, in denen ich nicht laufen kann. meine lieblingsschuhe sind meine roten chucks und meine schwarzen springer-look-a-like-stiefel. ich hatte einmal türkisfarbene strähnen in meinen haaren, die eigentlich dunkelgrün werden sollten. ich hatte auch schon blaue strähnen, blonde, dunkelbraune, schwarze, lilane und rote haare. momentan bin ich bei rotbraun. passt wunderbar zu meiner neuen grünen brille. dicke plastikbügel in grellgrün, die in der sonne leuchten. ich habe kontaktlinsen und mag sie nicht. ohne brille fühle ich mich verletzlich, anders, intimer. ich habe letztes jahr eine zermürbende dreijährige beziehung beendet und bin seither mit ausnahme eines kurzen intermezzos mit einer fledermaus alleine. ich bin in beziehungsdingen furchtbar naiv, romantisch, klammere und will doch meine freiheit und alles in allem wohl einfach nur kompliziert. das alles klingt eigentlich recht normal. aber hinter der fassade ist vieles anders. ich jammere viel und manchmal auch ganz gerne. mir macht es spaß in schönen, poetischen worten auszudrücken, was mir wichtig ist, was mich beschäftig. es hilft mir, wieder klar zu werden. dazu ist dieser ort hier gedacht. dies ist mein blog, mein ort um weinerlich und destruktiv zu sein. er ist öffentlich, war er schon immer. diese tatsache habe ich schon oft verflucht, mag ich aber auch nicht ändern. ich habe in den vielen jahren hier schon einige wirklich liebe menschen kennengelernt, die mir mit ihren kommentaren ein lächeln ins gesicht zaubern. ich mag kommentare, ich würde gerne viel mehr lesen. wenn ihr allerdings nur hier seid, um mich zu beschimpfen oder euch an meiner angeblichen schwäche und unfähigkeit zu leben aufzugeilen, dann könnt ihr euch das sparen. vielen dank. - juni 2008 - //meinereiner?!// SIE ist weiblich, 1.70m klein und 19 jahre alt. SIE wohnt in einem kleinen dorf am rand der welt. SIE besucht eine kleine uni in einer tollen stadt. SIE ist ein komplexes wesen. SIE ist trotz allem ein liebenswertes, umgängliches menschenwesen. SIE steckt voller gegensätze: SIE ist offen, dennoch schüchtern. SIE ist aufgeschlossen, dennoch voll misstrauen. SIE ist fröhlich, dennoch deprimiert. SIE kann nicht ohne ihre freunde, aber auch oft nicht mit ihnen. SIE liebt ihr leben - meistens jedenfalls, dennoch hasst sie es ab und zu. SIE hat lange braun-grüne haare. SIE hat grün-braune augen. SIE ist brillenträger. SIE ist relativ schlank. SIE trägt oft schwarz. SIE ist SIE. SIE ist ICH ICH bin ICH. interesse? ...exemplar möglicherweise käuflich zu erwerben. - märz 2005 - //mOrBid AnGeL?!// mh, was soll ich schon großartig über meinereiner schreiben? ich lasse eigentlich lieber andere über mich erzählen (natürlich nur gutes ^^), weil ich mich selbst schlecht einschätzen kann. ich weiß nicht wer ich bin, ich wusste es noch nie. früher hab ich die illusion eines glücklichen mädchens gelebt, nur irgendwann ist die realität über mich eingebrochen und ich bin abgestürzt in ein großes, dunkles loch. ich habe mir nie wirklich die mühe gemacht wieder aus meinem loch herauszukrabbeln, die welt war eben beschissen, punkt, aus, keine diskussion. doch irgendwann hab selbst ich gelernt wieder zu leben. ich meine LEBEN, nicht vor sich hin existieren ohne sinn und zweck. es ist ein langer weiter weg wieder ein ziel im leben zu finden. ich hoffe ich habe den richtigen weg eingeschlagen, einen weg der mich auch trägt. ich bin allen meinen freunden so dankbar, dass sie mich launischen menschen immer ertragen und mich ohne wenn und aber lieben und akzeptieren gelernt haben. ich denke ohne ihre hilfe wäre ich entweder immer noch das depressive miststück, dass keine hilfe annehmen kann oder schon tot. nette aussichten, ne?!

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